Friedhöfe als Orte der Trauer und der Hoffnung

Um "zukunftsfähige Friedhöfe" ging es am Mittwoch (05.07.2017) in Saerbeck bei einer Informationsveranstaltung, zu der das Kreisdekanat Steinfurt eingeladen hatte. Geschäftsführer Matthias Kaiser begrüßte dazu rund 50 Teilnehmer aus Kirchenvorständen, Zentralrendanturen und Pfarreiräten.

Dominique Hopfenzitz von der Rechtsabteilung des Bistums Münster wies auf die Veränderungen in der Bestattungskultur hin, denen sich auch die Kirchengemeinden stellen müssen. Einen Friedhof zukunftsfähig zu machen, das bedeute, dessen Attraktivität zu steigern, um somit auf Dauer die Unterhaltskosten tragen zu können. Hopfenzitz betonte: „Unser Plan ist es nicht, Friedhöfe zu schließen oder sie an Kommunen zu verkaufen.“

Wie finanzielle Sicherheit durch eine fundierte Gebührenkalkulation aussehen kann, erläuterte Rainer Grönewäller von der Abteilung Kirchengemeinden im Bischöflichen Generalvikariat. Dazu stellte er anhand verschiedener Beispiele Möglichkeiten der Datenerfassung und Schulungsangebote des Bistums vor. Auch eine entsprechende Software stellt das Bistums hierfür zur Verfügung.

Gudrun Meiwes aus der Hauptabteilung Seelsorge fragte die Teilnehmer: Wo möchten Sie am liebsten beerdigt werden? Was ist Ihnen bei einem Friedhofsbesuch besonders wichtig? Und auch sie hatte Beispiele mitgebracht - für gelungene Angebote und Gestaltungsmöglichkeiten katholischer Friedhöfe: In Recklinghausen-Hochlarmark öffnet auf dem Friedhof einmal im Monat ein Café, das Ehrenamtliche organisieren: „Es gibt Kaffee, Zeit zum Zuhören – und wer Hilfe auf dem Weg zum Grab braucht, bekommt auch diese“, erläuterte Meiwes das Recklinghäuser Konzept. Ein weiteres Beispiel: Der Friedhof in Havixbeck. Dieser sei ein Ort der Toten und der Lebenden. Kunstobjekte wie Brunnen und Grabsteine drückten den Glauben an die Auferstehung in besonderer Weise aus.

Diese Beispiel veranschaulichten die pastorale Dimension der katholischen Friedhöfe: Sie sind Orte der Trauer, aber auch der Hoffnung und der Begegnung. Sie können als pastorale Räume genutzt und in das Gemeindeleben einbezogen werden.


Text: Bischöfl. Pressestelle/
Kreisdekanat Steinfurt
Foto: stux / pixabay.com
07.07.2017

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