Hopstener Pfarrei St. Georg erstellt Schutzkonzept

Der Lokale Pastoralplan ist fertig, Zukunftsperspektiven für die Hopstener Pfarrei St. Georg sind auf den Weg gebracht, da wollte Pastoralreferent Benedikt Bögge gleich die nächste Aufgabe angehen - das Institutionelle Schutzkonzept, kurz ISK, das alle Pfarreien im Bistum Münster erstellen müssen. Sie sollen darin Maßnahmen festlegen, mit denen sie das Risiko sexueller Gewalttaten in den kirchlichen Einrichtungen vor Ort senken. Das fertige Papier liegt nun beim Kirchenvorstand, der das ISK für die Pfarrei St. Georg absegnen muss. „Danach tritt es in Kraft“, sagt Bögge.

Das Besondere in Hopsten: Projektleiter Benedikt Bögge hat zur Entwicklung des ISK nicht nur Vertreter von Gruppen und Einrichtungen wie Messdienerleiterrunde, Landjugend, Kolpingsfamilie, Ferienlagerleiter und Kitas eingeladen, sondern auch außerkirchliche Verbände und Institutionen wie den örtlichen Sportverein, die freie Kindertagesstätte, den Offenen Jugendtreff und die Grundschule mit an den Tisch geholt. „Eine gute Idee, vor allem für eine kleinere Pfarrei wie die in Hopsten. So lassen sich Synergien nutzen“, lobt die regionale Präventionsfachkraft für das Kreisdekanat Steinfurt, Yvonne Rutz, die Zusammenarbeit aller in der Jugendarbeit Tätigen. Sie hat die Projektgruppe beratend begleitet und an den Sitzungen teilgenommen.

Zehnmal haben sich die Vereins- und Verbandsvertreter in den zurückliegenden neun Monaten getroffen. Dabei haben sich die Mitglieder an den vom Bistum vorgeschlagenen Bausteinen für ein Schutzkonzept entlanggehangelt, sie lokal überarbeitet und ergänzt. „Uns war es wichtig, dass unser Konzept möglichst kompakt formuliert, gut verständlich und vor allem praxistauglich ist“, erklärt Bögge. Deshalb stand die Projektgruppe immer im engen Austausch mit den Verbänden und Einrichtungen in der Pfarrei.

Unmissverständlich kommt in dem Papier zum Ausdruck, dass die Verantwortlichen in der Pfarrei Grenzverletzungen im Kontakt mit Schutzbedürftigen wie Minderjährigen oder Menschen mit Behinderungen nicht dulden. Um sexualisierter Gewalt vorzubeugen, wird die Bedeutung von Nähe und Distanz thematisiert sowie ein wertschätzendes Miteinander betont. Ein Augenmerk haben die Hopstener zudem auf den Umgang mit sozialen Medien gelegt – Stichwort "Cybermobbing".

Sobald der Kirchenvorstand dem ISK zugestimmt hat, geht es an alle Haupt- und Ehrenamtlichen in der Pfarrei, die mit Schutzbedürftigen arbeiten – an die Katecheten und Gruppenleiter genauso wie an die Erzieherinnen und den Kirchenmusiker. Bei Fragen oder Beschwerden ist Benedikt Bögge der richtige Ansprechpartner: „Aber auch alle anderen aus dem Seelsorgeteam von St. Georg.“


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
05.10.2017

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