Unterstützung im Sprachcafe in Rheine

Der Start in den Schulalltag fällt Kindern mit ausländischen Wurzeln oft schwer. Wenn Eltern die ihren Kindern offenstehenden Bildungschancen nur unzureichend erkennen und einfachste Voraussetzungen für ein schulisches Gelingen übersehen werden, ist der Fehlstart vorprogrammiert. Deshalb informieren in Rheine jetzt geschulte Elternbegleiter und Mitarbeiter des Projektes „GO – Schritt für Schritt, wir nehmen alle mit!“ Eltern, deren Kinder auf dem Weg vom Kindergarten in die Schule sind – jeweils donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Sprachcafé „Basilika-Forum“ an der Osnabrücker Straße.

Hier können Eltern bei einer Tasse Kaffee und in einer gemütlichen „Caféhaus-Atmosphäre“ ohne Schwellenangst die Beraterinnen aufsuchen. Und wer will, kann so ganz nebenbei auch noch das seit fast zwei Jahren dort gebotene Sprachlernangebot kennenlernen. Damit die Eltern das Gespräch entspannt führen können, werden ihre Kinder während der Beratung von Fachkräften der Familienbildungsstätte betreut.

Neben der Information zum Übergang von Kitas in die Grundschule soll aber auch der Erfahrungsaustausch der Eltern, die Hilfe zur Selbsthilfe stehen. So sind in dem Projekt auch Schulbasare und weitere Angebote geplant, die dem Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule dienen. „Unser Ziel ist es, die Bildungsübergänge systematisch und gezielt zu fördern“, erklärt Netzwerkkoordinatorin Sigrid Düpjohann. Es gehe darum, neu zugewanderte Kinder möglichst schnell und bedarfsgerecht in das bestehende Erziehungs- und Bildungswesen zu integrieren.

Wer betroffene Eltern mit Migrationshintergrund kennt, sollte sie auf dieses Angebot hinweisen. Auskünfte erteilt Sigrid Düpjohann in der Familienbildungsstätte Rheine, Mühlenstraße 29, Telefon: 05971 988225.


Zur Information:
Mit dem Modellprojekt „Starke Netzwerke – Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2017 bis 2020 die Weiterentwicklung flüchtlingsbezogener Elternbegleitung. Ziel ist es, Netzwerke von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern verschiedener Träger und Flüchtlingsfamilien zu stärken. Elternbegleitung soll dadurch nachhaltig im Sozialraum verankert werden. Projektpartner sind die Familienbildungsstätte Rheine, die Pfarrei St. Antonius mit ihren Kitas St. Antonius, St. Bonifatius und St. Ludgerus sowie die Stadt Rheine.


Text/Foto:
AK Willkommenskultur der
Pfarrei St. Antonius Rheine
06.02.2018

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