VIP-Helfer aus Ibbenbüren beim Katholikentag

Frank-Walter Steinmeier ist er ziemlich nahegekommen. Genauso wie Angela Merkel. „Beide sind ganz normale Menschen – egal ob Bundespräsident oder Kanzlerin“, sagt Jens Michael Eiben – und bleibt völlig unaufgeregt. Viel erzählen über das Aufeinandertreffen mit den Promis mag der Ibbenbürener nicht. Schon gar nicht mag er damit angeben. Deshalb gibt es auch keine Selfies. Diskretion zeichnet ihn aus. Zurückhaltung und Verschwiegenheit qualifizieren den 45-Jährigen für seinen besonderen Job beim Katholikentag, der in Münster stattfindet. Eiben kümmert sich um die wichtigen Personen, die Schutzpersonen. Er ist ein sogenannter VIP-Helfer. Und das nach Regensburg und Leipzig schon zum dritten Mal.

Jens Michael Eiben bewegt sich im Pulk der BKA-Beamten, fährt im Tross der Staatslimousinen mit, ohne allerdings im Ernstfall für den Schutz der Personen verantwortlich zu sein: „Ich bin für die Gäste das Gesicht des Katholikentags.“ Und das in feinem Outfit: „Sakko und Hemd sind Pflicht.“ Ebenso der Stöpsel im Ohr für den Orga-Funk. Eiben gehört zum erweiterten Arm der Katholikentagsleitung. Ehrenamtlich. Der Mitarbeiter eines IT-Unternehmens hat sich dafür eine Woche Urlaub genommen. Erholung, nein, das sind die Tage in Münster bestimmt nicht: „Nach dem Abschlussgottesdienst ist man platt, aber zufrieden.“ Und Spaß hat es auf jeden Fall auch wieder gemacht, zieht er vorab schon mal seine persönliche Münster-Bilanz.

2000 in Hamburg war der Ibbenbürener das erste Mal als Helfer dabei. Damals „zur besonderes Verfügung“, ist er heute der logistische Ansprechpartner, wenn es um Schutzpersonen geht. „So nennt es das Bundespräsidialamt“, sagt Eiben und muss über die Bezeichnung ein wenig schmunzeln, weil er sich gar nicht so wichtig fühlt.

Am Mittwochabend hat er den Bundespräsidenten am Ausstiegspunkt in Domnähe empfangen. Bis zur Fahrt ins Hotel ist Eiben dem prominenten Besucher nicht von der Seite gewichen. Beim Eröffnungsgottesdienst am Donnerstagmorgen ließ der 45-Jährige den Präsidenten ebenfalls nicht aus den Augen. Ein Rundgang über die Kirchenmeile schloss sich an. Von dort ging es zur Halle Münsterland, wo Steinmeier an einem Podium teilnahm. Eiben wartete Backstage bis zu dessen Abreise.
Der Aufenthalt der Bundeskanzlerin fiel deutlich kürzer aus. Angela Merkel kam am Freitagvormittag nur zu einer Veranstaltung ins Kongresszentrum. „Da gab es nicht allzu viel zu tun.“ Zeit, wenigstens mal kurz durchzuatmen.

Seit Monaten bestimmen die Vorbereitungen für den Katholikentag die Freizeit von Jens Michael Eiben. Besprechungen mit Vertretern der verschiedenen Behörden hat es lange vor dem kirchlichen Großereignis gegeben. Dass das Christentreffen dieses Mal in seinem Heimatbistum stattfindet, ist für Eiben etwas Besonderes: „Da ist noch mal mehr Herz im Spiel.“

Das Organisationsteam ist am vergangenen Wochenende in Münster eingetrudelt. „Wir sind eine Familie. Die meisten kennen sich seit Jahren“, erzählt Eiben. „Auch zwischen den Treffen bleiben wir in Kontakt.“ Seine Frau hat er mit der Begeisterung für Katholikentage angesteckt. Sie ist ebenfalls als Helferin im Einsatz. Die komplette Familie hat sich bis Sonntagnachmittag im zentral gelegenen Stadthotel einquartiert. Die beiden kleinen Kinder betreut die Schwiegermutter.

Münster wird für den Ibbenbürener, der sich in seiner Heimatpfarrei Heilig Kreuz als Vorstandsmitglied in der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und im Pfarreirat engagiert, ganz sicher nicht der letzte Katholikentag sein: „Ich mache so lange weiter, wie es geht.“ Der ökumenische Kirchentag 2021 in Frankfurt ist bereits im Kalender eingetragen.


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
11.05.2018

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