ZdK-Präsident Prof. Dr. Sternberg spricht in Nordwalde

Frieden zu schaffen, ist täglich aufs Neue eine Herausforderung – in der Welt, in der Familie, am Arbeitsplatz und mit sich selbst. Wie schwer es ist, Frieden in seinen unterschiedlichsten Facetten zu finden, das beleuchtete der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg, gestern (15.04.2018) bei einer Friedensandacht in der St.-Dionysius-Pfarrkirche in Nordwalde. Im Vorfeld des Katholikentages, der vom 9. bis 13. Mai unter dem Leitwort „Suche Frieden“ in Münster stattfindet, hat es seit Januar im Kreisdekanat Steinfurt verschiedene Friedensgebete gegeben. Mit dem Besuch von Sternberg in Nordwalde fand die Reihe ihren Abschluss.

Der ZdK-Präsident griff in seinen Ausführungen den 34. Psalm „Meide das Böse, tue das Gute, suche Frieden und jage ihm nach“ auf, dem das Leitwort des 101. Katholikentages in Münster entnommen ist. „Frieden ist ein schwieriges Wort“, stellte Sternberg fest: „Jeder will seinen Frieden, jeder wünscht sich Frieden.“ Formulierungen wie ,Friede, Freude, Eierkuchen’ zeigten jedoch, in welch banalen Zusammenhängen das Wort manchmal auch gebraucht würde.

Sternberg appellierte an die Zuhörer, die Aufforderung „Suche Frieden“ anzunehmen und sich einzusetzen für einen „Frieden, der kein fauler Friede“ ist. Bei ihren Bemühungen darum seien Christen nicht sich selbst überlassen, sie dürften auf Jesus, den Auferstandenen vertrauen, der gesagt habe: „Meinen Frieden gebe ich euch.“

Jeder einzelne sei in seinem Leben auf der Suche nach Frieden: „Und so fächert sich dieses Thema auf“, sagte Sternberg: Das Flehen nach Frieden spiegele sich ganz aktuell in den schrecklichen Bildern aus Syrien wider. Doch Frieden gehe weiter – politisch und persönlich. Frieden hänge dabei unmittelbar mit Gerechtigkeit zusammen: „Ein Friede, der Gerechtigkeit übersieht, ist ein fauler Friede und eine Gerechtigkeit, die nicht vom Frieden ausgeht, ist keine Gerechtigkeit“, erklärte der ZdK-Präsident.

Was ist das für ein Friede, den Christus immer wieder versprochen hat? Dieser Frage in Diskussionen, Gesprächen, Vorträgen, aber auch in Gottesdiensten und Gebeten in Münster nachzugehen, dazu lud Sternberg im Namen des ZdK als Veranstalter des Katholikentages ein.

Die musikalische Gestaltung der Andacht, die Dechant Ulrich Schulte Eistrup feierte, übernahmen die Chöre der Kirchenmusik an St. Dionysius unter der Leitung von Thorsten Schlepphorst.


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
16.04.2018

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