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    "Der Herr hat uns weiten Raum verschafft."

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    "Kommt und seht!"

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    "Ihr seid das Salz der Erde."

    Mt 5,13

100 Jahre Caritas Rheine

Weihbischof Dr. Christoph Hegge gratulierte im Rahmen eines Festgottesdienstes in der St.-Antonius-Basilika dem Caritasverband Rheine zum 100-jährigen Bestehen.

„Die Caritas ist ein starkes Stück Kirche.“ Mit diesem lobenden Statement hat Weihbischof Dr. Christoph Hegge am 9. Juni den Mitarbeitenden und Verantwortlichen des Caritasverbandes Rheine zum 100-jährigen Bestehen gratuliert. Die Festveranstaltung hätte eigentlich im vergangenen Jahr stattfinden sollen, wegen der Corona-Pandemie aber wurden Gottesdienst und Feierstunde jetzt in der St.-Antonius-Basilika nachgeholt.

Die Gründung des Caritasverbandes vor mehr als einem Jahrhundert sei eine Antwort auf die Nöte der Zeit gewesen, schaute der Weihbischof zurück auf die Anfänge der caritativen Arbeit. Menschen zu helfen, die Hilfe brauchen, sei gelebte Nächstenliebe: „So wie Jesus es uns immer wieder aufgetragen hat.“ Die Caritas mit ihren vielen Angeboten und Einrichtungen sei bis heute ein wichtiger Motor in einer Kirche, die dienen wolle, ergänzte der Weihbischof – und erwähnte gerne, als gebürtiger Rheinenser besonders stolz darauf zu sein, dass sich der Verband in Bereichen engagiere, die nicht refinanziert würden: „Die guten Werke der Caritas stehen für ein Bekenntnis, sie sind eine Befreiung, begründet in Jesus.“

„Durch Ihre Arbeit bekommt der Glaube Hände und Füße“, wandte sich Hegge an die haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden der Caritas. Er dankte ihnen für ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft, die oftmals weit über das normale Maß hinausgehe: „Damit werden Sie zum Geschenk für viele Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.“ Mit ihrem Dienst, erklärte der Weihbischof weiter, gäben sie der Kirche ein Gesicht und bezeugten Christus in der Welt.

Caritas-Vorstand Dieter Fühner hatte zu Beginn des Gottesdienstes, den der Weihbischof mit Caritas-Pfarrer Meinolf Winzeler und dem Pfarrer von St. Antonius, Jan Kröger, leitete, die Gäste auch im Namen seines Vorstandskollegen Ludger Schröer begrüßt: „Für Menschen in Notlagen da zu sein, das bestimmt seit mehr als 100 Jahren unser Handeln.“ Das christliche Gebot der Nächstenliebe sei dabei der tägliche Antrieb.

NRW-Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann, der direkt von den Koalitionsverhandlungen in Düsseldorf nach Rheine gekommen war, hob in seinem Impuls den Stellenwert der christlichen Soziallehre für die Gesellschaft hervor. „Wenn wir diese Grundsätze beachten, geht es den Menschen in unserem Land gut“, zeigte sich Laumann überzeugt.

Weil die Zeit weit fortgeschritten war, verzichtete der Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Klaus Winterkamp, kurzerhand auf seinen Impulsvortrag zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – wie vereint Kirche die Menschen?“. Stattdessen überreichte er sein Manuskript dem Vorstand – mit dem Versprechen allerdings, dass die Gäste seine Gedanken auf Wunsch per Mail erhalten könnten.

Damit machte Winterkamp den Platz am Rednerpult frei für Prof. Dr. Heribert Prantl. Der bekannte Journalist, Kolumnist und Autor der Süddeutschen Zeitung (SZ) sprach über das „Betriebssystem Demokratie“. Er appellierte an jeden und jede: „Wir brauchen in unserer Gesellschaft Eisbrecher, Menschen, die das Leben und die Welt aus der Chaoszone herausholen.“


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
10.06.2022

Matomo