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Firmvorbereitung in der WG

Sieben Firmbewerberinnen aus der Pfarrei St. Antonius von Padua in Rheine haben im Rahmen der Firmvorbereitung eine Woche zusammen in einer Wohngemeinschaft gelebt.

In einer Wohngemeinschaft leben sieben Firmbewerberinnen aus der Pfarrei St. Antonius Rheine und das Katechetenteam um Pastoralassistentin Lena Gelsterkamp (4. von rechts) für eine Woche zusammen.

Beim Kofferpacken kam schon ein bisschen Reisefieber auf, gibt Helen Kraft zu: „Nur, dass, wenn man etwas vergessen haben sollte, noch mal eben nach Hause konnte.“ Die 15-Jährige lebt seit ein paar Tagen zusammen mit sechs weiteren Firmbewerberinnen aus der Pfarrei St. Antonius von Padua in einer Wohngemeinschaft mitten in Rheines City. Die einwöchige Firm-WG ist eines von mehreren Projekten, mit dem sich die Jugendlichen auf das Sakrament vorbereiten können, das Weihbischof Dr. Christoph Hegge ihnen am 5. Februar spenden wird. Begleitet werden sie dabei von Pastoralassistentin Lena Gelsterkamp und ehrenamtlichen Katecheten.

Markt 12. Das Klingelschild verrät, hinter dieser Adresse verbirgt sich ein Feriendomizil, das die Pfarrei für eine Woche angemietet hat. Doch Urlaub ist es nicht, was die Jugendlichen in diesen Tagen erleben. „Wir leben größtenteils unseren ganz normalen Alltag“, betont Lotta Wellering. Zwischen 6 und 7 Uhr am Morgen gehen die Wecker. Alle Firmlinge müssen pünktlich in der Schule sein.

Aufs Frühstück legen die jungen Frauen, junge Männer haben sich für dieses Projekt nicht gemeldet, wenig Wert, so Lena Gelsterkamps Erfahrung nach den ersten Tagen. „Das machen wir zu Hause auch nicht“, plaudert Mara Hülsing aus dem Nähkästchen.

Zwischen 13 und 17 Uhr trudeln nach und nach alle wieder ein. Die einen machen sofort Hausaufgaben, andere hängen erst einmal auf dem Sofa ab. Einzelzimmer gibt es in der Firm-WG nicht. Für die meisten eine neue Erfahrung: „Wenn man sich zu zweit oder dritt ein Zimmer teilt, muss man aufpassen, dass man die Nacht nicht durchquatscht“, sagt Lotta Wellering mit einem Schmunzeln. Noch hält sich ihr Schlafmangel in Grenzen.

Jedes WG-Mitglied kann für sich entscheiden, wie viel Gemeinschaft es braucht. Doch spätestens beim Abendessen sitzen sie zusammen am großen Tisch. Ein Dreier-Team übernimmt immer den Einkauf und das Kochen. Pfannkuchen und Pizza standen schon auf dem Speiseplan. 

Wenn der Tisch abgeräumt und die Küche wieder ordentlich ist, folgt das abendliche Programm. „Erst einmal hat jeder von sich ein bisschen erzählt“, schaut Lena Gelsterkamp auf den ersten Abend. Mit den Katecheten hat sie auch Impulse und kleinere Aktionen wie das Schreiben eines Liebesbriefes an sich selbst vorbereitet. Gemeinsam haben sie den Film „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ geschaut. Und darüber gesprochen.
Auch wenn das Reden über „Gott und den Glauben“ dazugehört, die WG ist schon anders als der klassische Firm-Unterricht. „Vieles passiert automatisch nebenbei.“ Dieses lockere Miteinander gefällt Nele Roskam. Sie und die anderen sprechen offen über ihre kritische Haltung zu kirchlichen Themen – beispielsweise wenn es um die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare geht. Für die Jugendlichen eine Selbstverständlichkeit. Bei anderen Themen gibt es auch schon mal unterschiedliche Meinungen: „Darüber dann zu diskutieren, ist spannend und weitet den eigenen Horizont“, mag Nele Roskam den kontroversen Austausch.

Das Leben und den Glauben teilen, ist Ziel der Firm-WG, fasst Lena Gelsterkamp die Motivation für das Projekt, das immer auch ein Experiment ist, kurz zusammen: „Dabei sollen die Firmbewerberinnen bestenfalls spüren, dass es etwas ganz Alltägliches sein kann, sich mit Gott und seiner Botschaft zu beschäftigen.“


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
29.11.2021

Matomo