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Pilotprojekt in Ibbenbüren

Im Rahmen eines Pilotprojekts des Bistums Münster mit der Genossenschaft „Sundays for Energy“ erhält die Roncalli-Realschule in Ibbenbüren als erste bischöfliche Schule eine Photovoltaik-Anlage.

Vertreter der Schule, des Bistums Münster als Träger, der Genossenschaft „Sundays for Energy“ als Projektpartner sowie der technischen Partner Ingenieurnetzwerk Energie eG und encadi GmbH freuten sich über den Startschuss zum Solarprojekt an der Roncallischule Ibbenbüren. Die ersten drei Personen in der ersten Reihe von links sind Genossenschafts-Initiator Dr. Stefan Nacke, Diözesan-Baudirektorin Anette Brachthäuser und Schulleiter Frank Vosse.

Noch bezieht die bischöfliche Roncalli-Schule in Ibbenbüren ihren Strom aus dem öffentlichen Netz. Aber in ungefähr einem Jahr soll sich das ändern: Dann nämlich soll eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Realschule etwa 114.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Den formellen Startschuss für das Projekt gab es jetzt mit allen Beteiligten: der Schule, dem Bistum Münster als Träger, der Genossenschaft „Sundays for Energy“ als Projektpartner sowie den technischen Partnern Ingenieurnetzwerk Energie eG und encadi GmbH.

„Ich hoffe sehr, das wir in einem Jahr wieder hier stehen und die ersten Solarmodule einsetzen können“, erklärte Diözesan-Baudirektorin Anette Brachthäuser, die sich Unterstützung von höchster Stelle sicher sein kann: „Der Generalvikar war so begeistert von der Initiative, dass er sofort eine Machbarkeitstudie in Auftrag gegeben hat.“ Dass sich das Bistum um das Thema Erneuerbare Energien kümmert, ist für sie nur logisch: „In den Thesen der Deutschen Bischofskonferenz zum Klimaschutz aus dem Jahr 2019 ist das ein wichtiger Baustein.“ Und das Bistum Münster habe viele Möglichkeiten: „Bei 30 eigenen Schulen kommt viel Dachfläche zusammen.“ Von weiteren Einrichtungen wie Pfarrheimen, Kindergärten oder sogar Kirchen gar nicht zu reden. Das Problem war bislang, dass das Bistum Münster nicht einfach Strom am Markt verkaufen kann, wenn mehr produziert wird als für den eigenen Bedarf nötig ist. „Wir können nicht plötzlich Unternehmer werden,“ erläuterte Brachthäuser das Dilemma.

An dieser Stelle kommt die jüngst gegründete Genossenschaft „Sundays for Energy“ ins Spiel, die die Photovoltaik-Anlage auf dem Schuldach künftig betreiben wird. Die Idee zur Gründung hatte der münstersche CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Nacke nach einer Diskussion mit Aktiven der Bewegung „Fridays for Future“, berichtete er beim Projektstart. „In dem Gespräch wurde mir deutlich, dass man es nicht nur beim Kritisieren und Fordern belassen darf, sondern dass wir handeln müssen.“ Dass die erste Solar-Anlage der Genossenschaft ausgerechnet auf dem Dach einer bischöflichen Schule installiert wird, bewertete Nacke als wichtiges Zeichen: „Das Bistum geht den Schritt nicht alleine, sondern als Teil eines gesellschaftlichen Prozesses. Viele sollen sehen, dass man Verantwortung übernehmen und etwas bewegen kann.“

Schulleiter Frank Vosse, der sich schon seit Jahren für eine Solaranlage auf dem Dach seiner Schule einsetzt, wünscht sich daher auch ein Display in der Pausenhalle, das die bereits produzierte Energiemenge anzeigt. „Damit könnten wir das Projekt immer wieder in einen schulischen Zusammenhang einbinden. Das Thema ‚Bewahrung der Schöpfung‘ taucht in verschiedenen Fächern immer wieder im Unterricht auf.“

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Schuldach ist sowohl für das Bistum Münster als auch für die junge Genossenschaft das erste Projekt dieser Art. „Wir werden hier lernen und die Erfahrungen bei weiteren Projekten umsetzen können“, ist sich Stefan Nacke sicher. Und auf der Liste von Anette Brachthäuser stehen bereits zwei weitere Schulen im Bistum, die nach dem Pilotprojekt eine solche Anlage bekommen sollen.


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
17.08.2022

Matomo