Die Zahl der Kirchenaustritte ist im Kreisdekanat Steinfurt wieder leicht angestiegen: 2025 verließen 3.239 Menschen die katholische Kirche. Ein Jahr zuvor waren es 3.008. Laut Statistik, die die Bischöfliche Pressestelle am 16. März veröffentlicht hat, lag die Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Kreisdekanat Steinfurt Ende 2025 bei insgesamt 202.247 – 5.636 weniger als ein Jahr zuvor.
Zurückgegangen ist auch die Zahl der Taufen. 1.208 Menschen wurden im Jahr 2025 durch das Sakrament in die Gemeinschaft aufgenommen. 2024 waren es im Kreisdekanat Steinfurt 1.384. Gestiegen ist die Zahl der Erstkommunionen von 1.653 in 2024 auf 1.759 im zurückliegenden Jahr. Leicht gesunken ist die Zahl der Firmungen von 1.176 (2024) auf 1.103.
Die Zahl der kirchlichen Trauungen ist ebenfalls weiter rückläufig. Gaben sich 2024 im Kreisdekanat Steinfurt 226 Paare vor Gott das Ja-Wort, waren es 2025 nur 189. Angestiegen ist die Zahl der Beisetzungen. 2024 wurden 2.333 Katholiken kirchlich bestattet, im vergangenen Jahr 2.403. Den sonntäglichen Gottesdienst besuchten durchschnittlich 9.707 Gläubige, 2024 waren es mit 9.635 einige weniger.
34 Personen, die sie früher einmal verlassen hatten, traten 2025 im Kreisdekanat Steinfurt wieder in die katholische Kirche ein. 2024 waren es 24. Hinzu kamen vier Übertritte aus anderen christlichen Konfessionen. 2024 waren es fünf.
Weihbischof Dr. Christoph Hegge, zuständig für die Region Steinfurt-Borken, zeigt sich trotz manch negativer Entwicklung zuversichtlich: „Im Kreisdekanat Steinfurt sind im vergangenen Jahr 3.239 Christinnen und Christen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Sicherlich gibt es dafür unterschiedliche Gründe. Diese sollten uns Ansporn sein, die unverbrauchte und einzigartige Botschaft Jesu Christi vom Frieden, von Heilung und Erlösung durch unser authentisches Lebenszeugnis den Menschen nahe zu bringen. Dankbar schaue ich deshalb auf die vielen Initiativen, die Christen und Christinnen miteinander über den Glauben und über das Leben ins Gespräch bringen, die vielfältigen caritativen und sozialen Angebote in unseren Pfarreien und Pastoralen Räumen, die in unserer Gesellschaft zu mehr Gerechtigkeit und sozialem Frieden beitragen. Das stimmt mich hoffnungsfroh für die Zukunft von Glaube und Kirche.“
Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
16.03.2026