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    "Der Herr hat uns weiten Raum verschafft."

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Zusammen geht was!

Das Bistum Münster und der Diözesancaritasverband Münster haben eine gemeinsame Kampagne gestartet - für mehr Zusammenhalt und gegen Einsamkeit.

Gemeinsam gegen Einsamkeit, gemeinsam für mehr Zusammenhalt: Unter dem Motto „Zusammen geht was!“ haben das Bistum Münster und der Diözesancaritasverband Münster am 8. Juli eine gemeinsame Kampagne gestartet. Dabei geht es darum, die Bedeutung von gesellschaftlichem Zusammenhalt und einem füreinander Dasein stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, bestehende Angebote sichtbarer zu machen und neue Begegnungsräume zu schaffen.

„Füreinander da sein, miteinander sein, Verantwortung übernehmen – das ist es, was unsere Gesellschaft braucht und was sie zusammenhält“, betonte der Bischof von Münster, Dr. Heiner Wilmer beim Auftakt der Kampagne. „Gemeinschaft ist das starke Mittel gegen Spaltung. Kirche und Caritas sind dabei nicht zuerst Institutionen, sondern Orte der Begegnung. Sie schaffen Räume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen und erleben, dass sie dazugehören.“

Die Kampagne knüpft an die erfolgreiche Demokratiekampagne „Lebe Freiheit!“ von Bistum und Diözesancaritasverband Münster an und führt deren Anliegen konsequent weiter. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Gemeinschaft nicht nur das Wohlbefinden des Einzelnen stärkt, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit die Demokratie. Das zeigt auch das Logo – das bunte Herz der „Lebe Freiheit!“-Kampagne bleibt, und das bewusst.

„Zusammen geht was!“, so sagte Wilmer weiter, „mache auch so sichtbar, was vielerorts bereits geschieht: Menschen engagieren sich füreinander, übernehmen Verantwortung und schaffen Orte, an denen niemand allein bleiben muss. Gute zwischenmenschliche Beziehungen sind die Grundlage für Vertrauen – und Vertrauen ist die Basis einer starken demokratischen Gesellschaft.“

Auch der Diözesancaritasverband Münster sieht in der Kampagne ein wichtiges gesellschaftliches Signal. „Jede sechste Person ab zehn Jahren fühlt sich häufig einsam – das sind mehr als zwölf Millionen Menschen in Deutschland”, sagte Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz beim Kampagnenauftakt. Studien zeigten zudem, dass Einsamkeit krank mache. „Unser Einsatz für Gemeinschaft ist nicht neu“, sagte Hopfenzitz. „Mit der Kampagne verleihen wir ihm jedoch neue Sichtbarkeit. Wir machen deutlich, dass sich niemand für Einsamkeit schämen muss, dass viele Menschen betroffen sind und dass es Wege aus der Isolation gibt.” Gerade Menschen in schwierigen Lebenssituationen brauchten Gemeinschaft, Beistand und Orte, an denen sie willkommen sind. Deshalb fördert der Diözesancaritasverband in den kommenden beiden Jahren sechs Modellprojekte gegen Einsamkeit mit insgesamt 240.000 Euro. 

Mit zahlreichen weiteren Aktionen, Veranstaltungen und Projekten wollen die Caritas und das Bistum Münster bis Ende 2027 zeigen, wie Gemeinschaft entsteht – und warum sie für jede und jeden Einzelnen ebenso wichtig ist wie für ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft. Dabei steht das erste große Highlight schon vor der Tür: Am Wochenende vom 28. bis 30. August findet in Münster der NRW-Tag unter dem Titel „Demokratie lebt. Vielfalt verbindet“ statt. „Zusammen geht was!“ ist dann praktisch erlebbar: Mit einem großen Stand auf dem Überwasserkirchplatz laden die Initiatoren der Kampagne Besucherinnen und Besucher ein, das Großereignis gemeinsam in entspannter Atmosphäre zu erleben.

Alle Infos rund um die Kampagne „Zusammen geht was!“ gibt es im Internet unter www.zusammengehtwas.de


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
08.07.2026