"Eat & Talk" mit Weihbischof Dr. Christoph Hegge

Die Mangostücke für den Obstsalat dürfen nicht zu groß sein. Diese Vorgabe haben Leonhard Mohr und Weihbischof Dr. Christoph Hegge im Hinterkopf. Die beiden sitzen an einem kleinen Tisch in der Ecke der Rheiner Caritas-Suppenküche, schnippeln gewissenhaft die Frucht – und reden dabei. Im Rahmen der Firmvorbereitung der Pfarrei St. Antonius bietet Pastoralreferent Christian Winnemöller zusammen mit seinem Katecheten-Team das Projekt „Eat & Talk“ an. Zu Gast ist der Weihbischof für die Region Steinfurt-Borken. Auf dem Speisenplan steht Schnelles: Pizza- und Käsesuppe. Zum Nachtisch gibt es Obstsalat.

Bei einem Vortreffen haben Winnemöller und die Katechten Barbara Bögge und Denis Bramschulte die zehn Jugendlichen, die sich für das Projekt gemeldet haben, gefragt, mit wem sie mal kochen und essen möchten. „Dabei kam der Wunsch nach einem Bischof auf.“ Gerne sei er nach Rheine gekommen, betont Hegge in einer kurzen Kennenlernrunde, bevor es auch schon an die Arbeit in der Küche geht. Auch wenn die Katechten bewusst ein einfaches Rezept ausgesucht haben, zu tun ist genug.

Alina (15) und Jana (16) Hölscher trauen sich freiwillig ans Zwiebelschneiden. Die jüngere der Schwestern hilft der Mutter öfter beim Kochen. Vor tränenden Augen schreckt sie nicht zurück. Die beiden sind gespannt, was der Weihbischof zu erzählen hat.

Er selbst, gesteht Hegge, könne nur italienisch kochen: „Das mache ich total gerne.“ Am liebsten steht er gemeinsam mit Freunden um den Herd herum und plaudert, während die Pasta nicht zu lange vor sich hin köchelt.

Er verrät den Jugendlichen, dass er selbst in Rheine aufgewachsen ist und viele schöne Erinnerungen an diese Zeit hat. Sport gehörte zu den Hobbys des Weihbischofs. Tennis und schwimmen. Wenn es seine Zeit heute zulässt, zieht er immer noch gerne Bahnen im Bad oder steigt aufs Fahrrad. Weihbischof zu werden, sei nie sein Plan gewesen: „Wenn man plötzlich Post vom Papst bekommt, muss man sich erst einmal sammeln.“ Hegge ermutigt die Jugendlichen, alles zu fragen, was sie wissen wollen: „Jetzt habt ihr die Chance.“ Beim gemeinsamen Essenvorbereiten geht es auch um das Thema Zölibat. „Das ist ein Versprechen zur Treue“, erklärt der Weihbischof den Jugendlichen. 

Während die Pizzasuppe ein bisschen nachgewürzt werden muss, wird flugs der Tisch gedeckt. Selbstverständlich mit Servietten und Kerzen. Schließlich ist es kein gewöhnliches Abendessen. Und kein gewöhnlicher Ort, wie Christian Winnemöller hervorhebt: „Täglich, auch samstags und sonntags, bekommen hier bis zu 30 Menschen, die nicht genug Geld haben, eine warme Mahlzeit.“ Das Austeilen des Essens übernehmen Ehrenamtliche.


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
14.01.2020

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