Jahresbericht der EFL-Beratungsstellen im Kreis Steinfurt

Ihren gemeinsamen Jahresbericht haben die Leiterinnen der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen (EFL) des Bistums Münster im Kreis Steinfurt jetzt herausgegeben (von links): Cornelia Ruholl, Christel Kaul-Richters, Ursula Frank-Lösing und Dorothee Valk.

1.854 Menschen, davon 1.153 Frauen und 701 Männer, haben im vergangenen Jahr bei der Bewältigung einer schwierigen persönlichen Lebenssituation Hilfe in einer der sechs Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen (EFL) des Bistums Münster im Kreis Steinfurt gefunden. Damit ist die Nachfrage ähnlich hoch wie in den zurückliegenden Jahren. Die EFL verzeichnete 5.045 Gesprächskontakte, davon 1.444 Paargespräche, in denen beide Partner gemeinsam ihre Situation reflektierten und sich um eine Lösung bemühten. Die Zahlen gehen aus dem gemeinsamen Jahresbericht der Beratungsstellen hervor.

„Unsere Statistik zeigt, dass die Resonanz in der Bevölkerung weiterhin sehr gut ist“, bilanziert Ursula Frank-Lösing, Leiterin der Beratungsstellen in Greven und Emsdetten, stellvertretend auch für ihre Kolleginnen aus den Beratungsstellen in Ibbenbüren, Lengerich, Rheine und Steinfurt. Der Bericht mache aber ebenso deutlich, dass die Gestaltung des eigenen Lebens, die Herausforderungen an Ehe und Partnerschaft sowie die  Familienlebensformen anspruchsvoller geworden seien.: „In der Arbeit mit den Menschen gewinnen wir immer öfter die Erkenntnis, dass die zunehmende Beschleunigung, der Druck am Arbeitsplatz, die Vielfältigkeit der Freizeitangebote und nicht zuletzt der eigene Perfektionsanspruch erheblichen Stress auslösen“, fasst Christel Kaul-Richters zusammen: „Gelegenheit für Muße, Genuss, Gemeinsamkeit oder einfach ,absichtslose‘ Zeit ist Mangelware.“ Und in dieser Situation, wissen die Leiterinnen, verlieren sich Paare oft aus dem Blick.

In den Beratungsgesprächen versuchen die Expertinnen, den Paaren Raum und Zeit zu schaffen für Wünsche, Bedürfnisse, Hoffnungen. Die Ratsuchenden bekommen Gelegenheit, Enttäuschungen zu verarbeiten, Pläne und Ziele zu schmieden, die sie als Paare haben, aber auch als Einzelpersonen.

Als Ergänzung zu den Paar- und Einzelgesprächen bieten die EFL-Beratungsstellen Kommunikations-Kompetenz-Kurse. „In diesem Rahmen erproben Paare gemeinsam unter fachlicher Anleitung neue, lösungsorientierte Gesprächsstrategien“, erläutert Dorothee Valk aus der Beratungsstelle in Rheine.

Weitergeführt wurden 2018 die Kooperationen mit den Familienzentren vor Ort. Es sei immer hilfreich, wenn Beratungsgespräche durch das Team der Familienzentren vermittelt würden. Die Gespräche könnten dann wahlweise in den Einrichtungen mit gleichzeitiger Kinderbetreuung oder in einer der Beratungsstellen stattfinden.

Paare mit jüngeren Kindern in Krisensituationen frühzeitig zu erreichen sei ein wichtiges Anliegen. Gerade Familien seien heute vielfältigen Belastungen und Anforderungen ausgesetzt. Das spiegele sich in den Zahlen wider: In den Beratungen seien im Kreis Steinfurt 2018 indirekt 1.291 Kinder unter 18 Jahren und 198 Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren betroffen gewesen.

Ratsuchende können sich in den EFL-Beratungsstellen des Bistums Münster in Emsdetten (Tel. 02572/9419019), Greven (Tel. 02571/986581), Ibbenbüren (Tel. 05451/500223), Lengerich (Tel. 05481/9020880), Rheine (Tel. 05971/96890) und Steinfurt (Tel. 02551/864446), melden.


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
24.70.2019

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