Jahresbericht der Notfallseelsorge im Kreis Steinfurt

Die Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger im Kreis Steinfurt waren im vergangenen Jahr in 49 Wochen im Einsatz. 147 Mal haben Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst sie gerufen. 2018 waren überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche zu betreuen, ist in dem Bericht zu lesen, den der Leitungskreis der Notfallseelsorger kürzlich Landrat Dr. Klaus Effing im Beisein von Vertretern der Polizei, der Feuerwehr, dem Rettungsdienst überreicht hat. Es seien unter anderem Schulklassen betroffen gewesen, heißt es zur Erklärung.

"Ich habe großen Respekt vor dem, was Sie leisten. Es ist nicht jeder dafür geboren, fremden Menschen in akuten seelischen Notlagen beiseite zu stehen. Da muss schon ein ausgeprägtes Feingefühl vorhanden sein", lobte Effing das Engagement der Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger und dankte für den "seelischen Halt" in schwierigsten Situationen.
 
Seinen Dank sprach Pfarrer Andreas Finke dem Landrat als Schirmherrn der Notfallseelsorge, den Abteilungen der Kreisverwaltung sowie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen aus: "Die psychosoziale Notfallversorgung in der Akutphase genießt eine besonders hohe Akzeptanz. Es gibt weder eine Konkurrenz zwischen den Hilfsorganisationen noch zwischen den Konfessionen."
 
Im Kreis Steinfurt sind 50 Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger der evangelischen und katholischen Kirche aktiv – die meisten von ihnen ehrenamtlich. Im vergangenen Jahr war ihr Beistand meistens bei häuslichen Todesfällen (33 Prozent) gefragt. Bei 21 Prozent ging es darum, die Todesnachricht zu überbringen. In 14 Prozent der Einsätze war seelische Unterstützung bei Suiziden gefragt, in 10 Prozent bei Verkehrsunfällen. 19 Prozent gehen auf sonstige Einsätze zurück. So waren die Männer und Frauen der Steinfurter Notfallseelsorge unter anderem bei der Amokfahrt am Kiepenkerl im Münster im Einsatz. Die Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger haben 742 Menschen betreut.


Text/Foto: Kreis Steinfurt
07.06.2019

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