Kreisdechant Dr. Reidegeld trifft NRW-Minister Laumann

Wo können Kirche und Politik kooperieren, um etwas für den Zusammenhalt der Gesellschaft zu bewirken? Darum ging es unter anderem bei einem ersten Treffen zwischen Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, und Steinfurts neuem Kreisdechanten Dr. Jochen Reidegeld. Laumann fiel gleich ein Thema ein: In der Diskussion um die Landwirtschaft kann sich der Minister Unterstützung gut vorstellen: „Die Landwirte stehen unter einem enormen Druck“, plädierte Laumann für mehr Akzeptanz besonders hinsichtlich der konventionellen Betriebe.

Auch über das caritative Engagement der katholischen Kirche sprachen Laumann und Reidegeld. „Wir wollen Sorge tragen für die Schwachen“, betonte der Kreisdechant. Laumann forderte, in der Pflege nicht alleine auf professionelle Kräfte zu setzen. Er erinnerte an die Verantwortung von Familien, Nachbarschaften, aber auch von Kirchengemeinden, den Kontakt zu alten und kranken Menschen, ob sie zu Hause oder in Einrichtungen wohnen, nicht abbrechen zu lassen. Das sich Kümmern um Begegnungen könne kirchliche von anderen Trägern unterscheiden.

Damit professionelle Pflege auch künftig möglich ist, müssten Pflegeschulen verstärkt ausbilden, erklärte der Minister. Ohne auswärtige Pflegekräfte werde es aber trotzdem kaum gehen. Reidegeld gab den Hinweis, dass es auch unter den Geflüchteten gut ausgebildete Schwestern und Pfleger gebe. Er selbst kenne einige, die in Syrien oder dem Irak als solche gearbeitet hätten und dies auch in Deutschland gerne tun würden: „Da gibt es sicher Potenzial.“ Der Minister versprach, diese Information mit nach Düsseldorf zu nehmen.

Reidegeld versicherte dem Minister im Gegenzug, die Entwicklungen in der Landwirtschaft im Auge zu behalten und nach Möglichkeit Vertreter der unterschiedlichen Betriebsformen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Auch wenn vieles weniger werde in der Kirche, Minister Laumann wollte nicht alles Schwarz sehen. An den Wendepunkten des Lebens passiere kaum etwas ohne die Kirche. Als gutes Beispiel nannte Laumann Einschulungen und Abschlussfeiern, aber auch Taufen, Trauungen und Beerdigungen. Es nütze niemandem, in Depressionen zu verfallen: „Die Stärken erkennen und diese auf den verschiedenen Themenfeldern ausbauen“, dazu ermutigte der Landesminister den neuen Kreisdechanten. Dieser wünschte sich auch in Zukunft einen direkten und unkomplizierten Draht zur Politik – vor allem bei Themen, „wo wir als Kirche genauer hinschauen sollten“.


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
25.02.2020

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