Sternsinger sammeln in Corona-Pandemie 211.552 Euro

Sie haben den Segen Gottes für das neue Jahr gebracht und zugleich um Spenden gebeten – nur dieses Mal anders. Unter dem Hashtag „#hellerdennje“ waren trotz der Einschränkungen durch die anhaltende Corona-Pandemie viele Kinder und Jugendliche in den 24 Pfarreien des Kreisdekanats Steinfurt für notleidende Kinder im Einsatz.

Einen persönlichen Segen an den Haustüren konnten sie zwar nicht verteilen, dafür hatten sie sich einiges andere einfallen lassen. Sie verteilten Tüten oder verschickten Briefe mit einem Gruß, einem Segensaufkleber sowie der Bitte um eine Spende. Einige Gemeinden hatten ein Video der Sternsinger online gestellt, um digital den Segen in die Häuser zu bringen. In Emsdetten waren die Sternsinger auch auf dem Wochenmarkt, in Rheine gab es Segensstationen und einen Segenslauf. Durch kreative Ideen und großes Engagement haben sie trotz Corona ein tolles Ergebnis erzielt: Insgesamt 211.552,24 Euro an Spenden meldeten die Pfarreien im Kreisdekanat Steinfurt nach Abschluss der verlängerten Sternsingeraktion 2021 zurück.

Die Summe ist zwar auf den ersten Blick deutlich niedriger als die 392.936,63 Euro aus dem vergangenen Jahr. „Die Menschen haben aber nicht unbedingt weniger gespendet. Im Gegenteil, in einigen Pfarreien liegt das Spendenaufkommen sogar höher als im Jahr zuvor. Viele haben ihren Beitrag auch direkt an das Kindermissionswerk in Aachen überwiesen“, erklärt Kreisdechant Dr. Jochen Reidegeld. Diese Spenden ließen sich den Pfarreien nicht zuordnen.

Reidegeld lobt das Engagement der vielen Aktiven, die sich trotz der besonderen Zeit und den Umständen für Kinder in Not eingesetzt hätten: „Sie helfen Kindern, denen es nicht so gut geht.“ Er dankt allen, die sich in den Dienst der Sache gestellt haben – und selbstverständlich auch den Spendern, durch deren Obolus in ärmeren Ländern Zeichen der Hoffnung und der Solidarität gesetzt werden.

Mit dem Gesamterlös fördert das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Aachen in diesem Jahr unter anderem Kinder von Arbeitsmigranten in der Ukraine. Aber auch viele Partnerprojekte der Pfarreien in Ländern wie beispielsweise Tansania, Brasilien, Indien, Nigeria, Ghana, Mexiko und Südafrika erhalten durch die Sternsinger eine finanzielle Unterstützung.

Träger der bundesweiten Aktion Dreikönigssingen, wie das Sternsingen auch genannt wird, sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt.


Text/Foto: Bischöfl. Pressestelle
01.03.2021

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